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22.-25. Oktober 2007, Berlinfahrt:
"Kultur ist Lebensmittel"
Unter diesem Motto reisten auf Einladung der SPD-Bundestagsabgeordneten Angelica Schwall-Düren 50 Vertreter aus 18 Kunst- und Kulturinitiativen aus dem Wahlkreis Coesfeld/Steinfurt nach Berlin. Mit dabei waren Maler, Schauspieler, Keramiker und Bildhauer und Kulturorganisatoren. „Als ich die Künstler nach Berlin einlud, war ich schon sehr überrascht, wie viele Engagierte in Sachen Kunst und Kultur es in meinem Wahlkreis gibt. Es war mir ein ganz besonderes Anliegen, diese Gruppe einmal einzuladen, weil ich weiß, dass sie immer als erstes von Streichungen in den öffentlichen Etats betroffen ist und das obwohl sie für unsere Gesellschaft wichtige Aufgaben, wie zum Beispiel die der kulturellen Bildung übernehmen.“, meinte die SPD-Bundestagsabgeordnete.
Dass ihr Engagement oft überstrapaziert wird, machten die Künstler dann auch in vielen Gesprächen mit hochrangigen Politikern in Berlin deutlich. „Wir müssen unser Engagement zurückfahren, wenn sich nichts ändert und wir nicht mehr Unterstützung bekommen“ machte Susanne Opp-Scholzen von der Kulturwerkstatt Altenberge klar.
So galt ein Besuch dem Deutschen Bundestag, wo die Künstler mit Angelica Schwall-Düren zusammentrafen. Diese bestärkte sie vor allem darin, in ihrem Engagement nicht nachzulassen. Im Turmzimmer des Reichstagsgebäudes, in dem sonst die SPD-Bundestagsfraktion tagt, machte Wolfgang Thierse, Vorsitzender des Kulturforums der SPD in einer anregenden Diskussion die hohe Bedeutung der Kunst und Kultur für die Gesellschaft insgesamt deutlich. „Dass die SPD im Jahre 1998 erstmals einen Staatsminister für Kultur und Medien benannt hat, ist ein Indiz für den hohen Stellenwert der Kunst und Kultur für die SPD“, sagte er in der Diskussion.
Im Willy-Brandt-Haus wurde der Leitantrag „Kultur ist unsere Zukunft“, der inzwischen vom Bundesparteitag der SPD einstimmig verabschiedet wurde vorgestellt und diskutiert. Darin heißt es unter anderem: „Kultur ist keine Subvention sondern eine Investition in die Zukunft“. Dabei spielt der Zusammenhang von Bildung, Kunst und Kultur eine wichtige Rolle. Insbesondere setzt die SPD darauf, dass der Ausbau der Schulen zu „echten“ Ganztagsschulen eine Chance für die kulturelle Bildung darstellt.
Eine praktische Seite von Kunst und Kultur erlebten die Mitreisenden bei einem Besuch der Kunsthochschule Weißensee, die angelehnt an den Bauhaus Stil Künstler in verschiedenen Fachbereichen ausbildet. Weitere Programmpunkte waren der Besuch des Deutschen Historischen Museums, des Denkmals für die ermordeten Juden Europas und das Filmmuseum Berlin.
Zum Abschluss wünschten sich die Teilnehmer ein besseres Netzwerk der Künstler untereinander. Hierbei kann vielleicht das Kulturforum der Sozialdemokratie Münsterland e. V., dessen Vorsitzender Peter Amadeus Schneider aus Nottuln ist, Hilfestellung geben.
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