Kulturforum der Sozialdemokratie Münsterland e.V.

Bundestagswahl 2021

Kandidaten*innen zum Thema Kultur (1)

Johannes Waldmann (Ascheberg):

Ich bin Hauptschullehrer, begeisterter Musiker und seit vielen Jahren engagiert in vielen Vereinen und in der Kommunalpolitik.

Ich sehe täglich, wie ungleich Zukunftschancen und der Zugang zu kultureller Bildung unter Kindern und Jugendlichen verteilt sind. Ich will dafür kämpfen, dass sich dies endlich ändert.

Wie stark profitieren wir alle von kulturellen Aktivitäten im Leben. Corona hat es gezeigt! Mit den bestehenden Angeboten werden aber nicht alle Menschen erreicht. Deshalb ist eine stärkere kulturelle Bildung in der Schule so wichtig.

Mit dem Rechtsanspruch auf eine Ganztagsbetreuung im Grundschulalter sind viele Chancen verbunden: Dort stehen für alle Kinder Angebote z.B. im Bereich der kulturellen Bildung zur Verfügung.

Das erfordert hohe Investitionen in den Ausbau der Schulen und dauerhafte Unterstützung im Ganztagsbetrieb. Dabei darf nicht an den wichtigen kulturellen Angeboten gespart werden, weil gerade dadurch das Potential einer Ganztagsschule erst voll genutzt wird!

Als Abgeordneter werde ich einen besonderen Schwerpunkt setzen: Mehr Musik, Kunst, Theater und Kooperationen mit der Kulturszene machen unsere Schulen stark. Die notwendigen Investitionen vor Ort müssen sichergestellt sein. Die kulturelle Bildung muss nach vorne kommen!

 

Kandidaten*innen zum Thema Kultur (2)

Nadine Heselhaus (Raesfeld):

Ich bin mitten in Düsseldorf in einer multikulturellen Gesellschaft aufgewachsen. Als Tochter einer Slowenin habe ich bereits als Kleinkind zwei Sprachen und verschiedene Lebensweisen kennengelernt.

Vor diesem Hintergrund entwickelte ich ein großes Interesse an anderen Kulturen. Deshalb habe ich verschiedene Länder bereist und aus dem Blickwinkel der Einheimischen betrachtet. Dazu gehörten auch Marokko und der Kosovo.

Der Blick über den Tellerrand weitet den eigenen Horizont. Dadurch wird die Grundlage für Verständnis und Toleranz geschaffen. Und beides ist für den Fortbestand unserer Demokratie unglaublich wichtig.

Dabei kann gerade die Kunst verbindend wirken. Denn sie bedient sich verschiedener Ausdrucksformen und kommt auch ohne Sprache aus. Ich selbst habe verschiedene Musikinstrumente, malen und zeichnen gelernt.

Als Mutter von vier Kindern weiß ich, wie wichtig es für sie ist, sich ausdrücken und ihre Emotionen ausleben zu können. Künstlerische Tätigkeiten können dabei eine große Unterstützung sein.

Wenn wir über Chancengleichheit in der Bildung sprechen, dann gehört der kulturelle Aspekt auch immer dazu. Denn Bildung ist vielfältig, genauso wie unsere Gesellschaft.

 

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